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GOGO – KARRIERE EINES PROVINZMUSIKERS /

eine biografische dokumentation

 

THE BEGINNING

 

wenn ich als bub jeweils eine blasmusik sah, beeindruckten mich der cinellenmann, der paukist und die trommler immer am meisten. mein vater sagte mir, er sei in der kadettenmusik paukist gewesen. das hat mir riesig imponiert. ich wäre auch gerne zur kadettenmusik gegangen, aber ich konnte nur blockflöte spielen. so traute ich es mir nicht zu, mich anzumelden.

 

mein bester freund thomas hofer war bei den tambouren. diese bewunderte ich sehr, insbesondere meinen freund. immer wenn sie irgendwo spielten, war ich dabei. sie hatten auch eine beeindruckende show drauf mit den schlegeln.

dank hitparade, nachts im bett heimlich radio luxemburg hören  (aus einem taschenradio) und ein paar schallplatten meiner eltern begann ich mich manisch mit popmusik zu befassen.

nebst einer alten schlagerplatte mit dem köhlerliesel, einer billy vaughn   instrumentalplatte gefielen mir vor allem eine single von elvis presley und eine von harry belafonte, dazu „let’s twist“ von johnny halliday. diese singles hatten alle vier lieder drauf.

wir hatten ein altes röhrenradio, oben konnte man den deckel öffnen und da war ein plattenspieler drin, so hörte ich mir die platten an.

 

HOT WATER PIPES     70/71

 

mit meinen zwei freunden gründete ich eine schülerband namens „hot water pipes“. wir sammelten in der klasse geld für einen 9 watt verstärker bausatz der marke „heathkid“, kosten:  fr. 230.—

ein technisch begabter mitschüler baute den amp mit hilfe seines vaters zusammen.

wir bekamen recht viele spenden. die andern schüler fanden es spannend, eine band in der klasse zu haben. nach ca. drei proben hat es den verstärker bereits verblasen.

 

 

BANDS RUND UM AARAU / ca. 1960 – ca. 1970

 

 

THE BACHELORS, PETE BÜRLI AND THE BACHELORS

ueli kaufmann

 

gegründet 1963/64 spielte die band unter dem namen „the bachelors“ zu beginn dixieland. ab 1965 wechselten sie den stil auf unterhaltungs- und tanzmusik.

ebenso änderten sie den namen auf „pete bürli and the bachelors“.

 

erste besetzung: peter bürli: klarinette, saxophon

werner hasler: trompete

peter howald: saxophon / trompete

remy lapair: banjo / gitarre

bruno bolliger: drums

ueli kaufmann: bass

fritz meier: posaune / akkordeon

peter joho: trompete

 

später kamen andere musiker dazu und peter bürli spielte

vor allem keyboard.

bruno nussbaumer: drums

rené schraner: gitarre

christian appenzeller: keyboard, klavier

hans schiesser: drums

 

die band gewann bei einigen amateurfestivals preise und pokale.

 

durch ein engagement am schweizerischen scheinfirmenkongress der juga aarau im saalbau wurde die band bekannt und spielte fortan in der ganzen schweiz.

 

zu beginn ihrer karriere kaufte sich die truppe eine zerlegbare hammond orgel, modell L-100-P mit leslie speaker - auf kredit für fr. 12’500.—

 

bei einem ihrer ersten auftritte im „römerbad“ in zofingen,

zusammen mit „the four strangers“, fuhren sie mit einem VW käfer

zu neunt !! im auto in eine polizeikontrolle auf dem striegel, safenwil.

nach langen verhandlungen mit den polizisten und nachdem vier insassen ausgestiegen waren, durften sie dann weiter fahren. natürlich gab es eine saftige busse; von der gage blieb nicht viel übrig.

 

anfangs besass die band kein eigenes transportfahrzeug und keines der mitglieder hatte einen fahrausweis. sie konnten einen alten VW bus eines mineralwasser-händlers mieten, mussten aber an samstagen immer warten, bis die getränke ausgeliefert waren. es wurde manchmal ziemlich knapp!

der vater des gitarristen stellte sich als chauffeur zur verfügung.

später besassen sie einen selbstbemalten VW bus.

1971 wurde die band aus beruflichen gründen der mitglieder nach einem abschlusskonzert im saalbau aarau aufgelöst.